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Ausstellungspremiere im Weinstetter Hof
„Wunden der Welt“ in Eschbach
Die Villa auf dem Weinstetter Hof erstrahlt in neuem Glanz. Dank des Inhabers Dr. Carl-Heiner Schmid ist ein historisch wertvolles Gebäude entstanden, das aus verschiedenen Zeitepochen bildhaft seine Geschichte erzählt. Aber nicht nur von außen ist der Gebäudekomplex einzigartig, auch hinter den Mauern verbirgt sich ein ganz besonderer Inhalt. Die Ausstellung „Wunden der Welt“, Kriegs- und Krisenfotos der legendären Fotoagentur Magnum, vom Spanischen Bürgerkrieg bis zum Arabischen Frühling.
Die einzigartige Werkschau, eine Kooperation zwischen der Fotoagentur Magnum und der Zeitenspiegel-Reportageschule in Reutlingen, wurde bisher nur in Reutlingen und Hannover präsentiert. Sie zeigt 53 der wichtigsten Arbeiten von Fotografen aus sieben Jahrzehnten. „Es ist das erste Mal, das „Magnum Photos“ sein Archiv für eine Ausstellung dieser Art öffnet“, sagt Dr. Ulrich Bausch von der Reportageschule, die auch von Dr. Carl-Heiner Schmid unterstützt wird. Absolventen der Reutlinger Reportageschule haben die Geschichten hinter den Bildern recherchiert und geschrieben. Ziel der Ausstellung sei, dass die Besucher, vor allem die Jugendlichen, einen Zugang zur Zeitgeschichte bekommen, so Bausch. Magnum Fotos haben tausende Menschen bewegt und sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Ob das Portrait eines afghanischen Flüchtlingsmädchens mit stechend grünen Augen, das 1985 Titelbild des Magazins „National Geogrphic“ war oder das Foto, dass am 11. September 2001 ein Picknick von jungen Leuten zeigt, während auf der anderen Seite das World Trade Center brannte.Ob in Vietnam, Ruanda oder Irak, ob in Beirut, Sarajewo oder Kairo, Magnum Fotografen waren und sind Augenzeugen der Umbrüche, „der Wunden der Welt“. Magnum hat damit den modernen und unabhängigen Fotojournalismus begründet. „Eine gute Demokratie braucht guten Journalismus. Mit dieser Ausstellung im Weinstetter Hof wollen wir dazu unseren Beitrag leisten“, erklärt Dr. Carl-Heiner Schmid. Deutschland genieße das Privileg, keinen Krieg erleben zu müssen, trotzdem seien in der Welt Kriege, Leid und Elend an der Tagesordnung. Dafür brauche es Journalisten, die unabhängig berichten und fotografieren, so Schmid. Dass gute Reportagen in Wort und Bild unverzichtbar waren und sind, macht diese Ausstellung deutlich. „Wunden der Welt“ ist noch bis zum 15. Juni 2012 im Weinstetter Hof in Eschbach täglich von 9 bis 18 Uhr zu sehen.
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(v.l.n.r.) Dr. Ulrich Bausch, Dr. Carl-Heiner Schmid und Karl-Heinz Guy, Geschäftsführer der Malerwerkstätten Heinrich Schmid bei der Ausstellungseröffnung
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