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Zünfte im Markgräflerland
Mit Edelkeit und vornehmer Gesinnung
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Die Adelszunft Crotzinger gehört zwar nicht mehr wie ihre Vorgänger zum Ortsadel, aber ihr fasnächtliches Treiben adelt sie sicher.
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Bad Krozingen – has – Unter diesem Leitgedanken will die Zunft der Herren von Crotzingen kulturelles und ehemals bodenständiges Gut wieder erneuern und pflegen. „Wir sind gewillt das Andenken unserer Vorfahren in Ehren zu halten, zu hegen und zu pflegen und allezeit zum Wohle der Gemeinde wirken“, so die Zunftherren der Adelszunft Crotzinger. Um ihre Aufgaben zu erfüllen sind sie auch bereit bei festlichen Veranstaltungen (Fasnet) in ihren zeitgenössischen Kleidern und Kostümen im würdigen Rahmen in Erscheinung zu treten. Ihren Namen übernahm die Adelszunft von den adligen Herren von Crozzingen. Ein Mitglied dieses Ortsadels, der etwa um 1144 regierte, sollte, so vermutet man, Crozzo gehießen haben und so wurde die Sippe Crozzing genannt und der Ort der Ansiedlung Crozzingen. Die an Fasnet 1979 aus der Taufe gehobene Adelszunft Crotzinger übernahm auch das Wappen dieser Sippe. Gegründet wurde die Adelszunft allerdings schon am 19. Juni 1978 von Ilse Helmle, Dieter Helmle, Brigitte Haas, Waltraud Steinle, Michael Steinle, Sylvia Steinle, Harry Steinle sowie Heinz Gasser, Jutta Gasser, Gustav Zimmer und Annemarie Zimmer. Als Geburtszimmer der Zunft wählte man das Nebenzimmer im Hotel Löwen. Ihren ersten Zunftabend feierte die Adelszunft am 26.1.1985 und weitere folgten, meist an den närrischen Elferdaten. Ihre Robe, in der sie ja in würdigem Rahmen in Erscheinung treten wollen ist vor allem das Häs. Es handelt sich hierbei um das Herren- und Damenhäs als auch das Häs für die Schlossnarren. Das Herrenhäs besteht aus braun-gelb gepluderter Hose und Jacke mit Spitzenkragen im Stile des 15. Jahrhunderts. Desweiteren ein roter langer Samtumhang mit Wappen, Stiefel mit Stulpen, weiße knielange Socken, braune lange Handschuhe, eine braune Langhaarperücke sowie ein schwarzer Hut mit breiter Krempe, einer roten Feder, einer Hellebarde und der Holzmaske. Das Damenhäs besteht aus einem langen gelb-braunen oder gelb-blauen, gelb-roten oder gelb-grünen Rock mit Weste in denselben Farben. Eine Spitzenbluse, ein kurzer Samtumhang mit Wappen, eine Holzmaske sowie Spitzhut und Pompadurtasche ergänzen das Damenhäs. Der Schlossnarr, der auf Anregung des ehemaligen Zunftvogtes Oskar Reinert ins Leben gerufen wurde, sollte das steife Auftreten der Herren von Crotzingen etwas auflockern und erhielt ein rot- grünes Narrenkostüm mit Ledergürtel, Holzratsche, Holzmaske sowie eine Narrenkappe, dazu rote knielange Socken und Schuhe mit Schnalle.
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Zünfte aus dem Markgräflerland
„Steck ii de Wii – hau weg de Dreck“
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Mit ihrem Häs und Maske sind D’Higeler Welsch-Häxe kaum noch aus der fasnächtlichen Sphäre wegzudenken.
Müllheim-Hügelheim – has – Wenn dieser Schlachtruf ertönt dann rauschen sie heran D’Higeler Welsch-Häxe auf ihren spurtigen Besen. Wieder einmal haben sie diese betankt mit närrischem Schabernack, Humor und mit einem gehörigen Potenzial an fasnächtlicher Stimmung. Sie haben ihre „Häxenküche“ verlassen um dem närrischen Volk wieder mal die Winter- müdigkeit aus den Gliedern zu hexen. Da wird es trotz des kalten Winters sicher keinen mehr hinterm Ofen halten. Dies gilt vor allem, wenn sie bei ihren fasnächtlichen Aktivitäten wie Narren-, Häs- und Zunfttreffen wie auch bei Umzügen, Hexenbällen und bei der Burefasnacht und den vielen anderen Events das
närrische Volk so richtig aufmischen. Sie organisieren und planen oft auch eigene Veranstaltungen wie beispielsweise die Walpurgisnächte, die alle zwei Jahre die Hallenbesucher in Hügelheim zum Rasen bringen. Wer der Meinung ist, dass nach dem Verbrennen der Fasnet beim zünftigen Fasnetfeuer die Aktivitäten D’Higeler Welsch-Häxe bis zur nächsten Saison auf Eis gelegt werden, der irrt.
Sie lassen auch in den Sommermonaten keine Langeweile aufkommen. Hierfür sorgt ein gut organisiertes Sommerprogramm für Mitglieder, Neuanwärter und solche die es werden wollen für Kurzweil. Hervorgezaubert hat sich die Clique D’Higeler Welsch-Häxe im Jahre 2004. Pate gestanden haben bei dieser Geburt die Ideengeber Nadia Iannarone, Manuela Gutmann, Stephanie Bruder sowie die weiteren Gründungsmitglieder Kerstin Wick, Saskia Koger, Sven Weis, Thomas Östreich und Carola Sehringer. Mittlerweile zählt die Clique 35 aktive und 15 passive Welsch-Häxe, die sich mit Spaß an der Freud’ und aktivem Einsatz am Zunftleben beteiligen. Den Namen „Welsch“ der Higeler Welsch-Häxe hat man der Chronik entnommen. Er ist ein schmeichelhafter Spitzname den die Hügelheimer von ihren Nachbarn erhalten haben. Da die Hügelheimer schon früh einen fortschrittlichen Weinbau betrieben, galten sie als die helleren Köpfe des Markgräflerlandes und wurden wegen ihrer Weinbauleistung als „Welschen“ bezeichnet. Einer Legende nach sollten sie doch ihre Reben im Nachbarland
Frankreich stiebizt haben und
wurden dabei vom Hahn erwischt, der sie dann verraten hat. Deshalb der Schlachtruf „Steck ii de Wii – hau weg de Dreck“. Auch der Wein war es, der in Häs und Maske vor allem die Farbe rot dominieren lässt. Die Maske mit ihrer wilden Mähne wurde in der Grundstruktur von Nadia Iannarone gezeichnet und später vom Maskenschnitzer Klaus Kienzle aus Waldkirch gezeichnet und modelliert.
Die Clique, die selbstverständlich gerne Fasnet aktiv feiert, will damit auch künftig das Brauchtum pflegen. Wer ganz aufmerksam hin hört, dem wird der Schlachtruf „Steck ii de Wii – hau weg de Dreck“ den Anflug der Higeler Welsch-Häxe mit ihren fasnächtlichen Schabernacks rechtzeitig ankündigen.
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